Errichtungsfeier Sankt Ansverus

Vorbereitung

Nun ist der Tag der Errichtung unserer neuen Pfarrei St. Ansverus, auf den viele über vier Jahre lang in unterschiedlichen Gremien und Ausschüssen hingearbeitet haben, schon wieder Geschichte. In den letzten Wochen waren es vor allem drei Ausschüsse, die die Feier vorbereitet haben: der Liturgieausschuss, der die Eucharistiefeier geplant hat, der Festausschuss, der sich um die übrigen Feierlichkeiten gekümmert hat, sowie der Öffentlichkeitsausschuss, der alle Gläubigen informiert und eingeladen hat.

Aufbau

Schon am Freitag, den 8. Juni, wurde das Altarzelt aufgestellt. Am Samstag kümmerten sich viele Helfer vor allem aus den Gemeinden sowie von den Maltesern um den Aufbau und das Schmücken des Festplatzes. Einige Damen des Festausschusses kümmerten sich um kühle Getränke, denen bei der Hitze ordentlich zugesprochen wurde, sowie ein Mittagessen für alle.

Am Sonntag selbst wurde schon wieder ab 7 Uhr fleißig gearbeitet, um die letzten Vorbereitungen für das Fest zu treffen: Blumenschmuck sowie all die vielen anderen größeren und kleineren, nicht festen Utensilien aufbauen, Probe der Musikanten und der Sängerinnen und Sänger aus den verschiedenen Chören sowie Besprechung für die Messdiener unserer Gemeinden.

Festgottesdienst

Ab etwa 9 Uhr kamen die ersten Gäste, schauten sich um oder informierten sich an den verschiedenen Ständen und Zelten, bis es gegen 11 Uhr so weit war: unter dem Gesang von Chor und Gemeinde „Damit ihr Hoffnung habt“ zogen Messdiener, Fahnenträger, etliche Priester sowie nicht zuletzt Erzbischof Stefan Heße zum Altarzelt. Kirchenvorstandsmitglieder der bisherigen Pfarreien Ahrensburg, Bad Oldesloe und Ratzeburg legten die alten Kirchenbücher vor den Altar. Ein Schwerpunkt des Gottesdienstes war die Einsetzung unseres neuen Pfarrers Christoph Scieszka, der sich gegen Ende des Gottesdienstes seiner neuen Pfarrei mit launigen Worten vorstellte und dabei einen Text des dänischen Philosophen Sören Kirkegaard „Ich träume von einer Gemeinde…“ vorlas, der gut zur Situation unserer zukünftigen Pfarrei passt.

Zu einem Höhepunkt gestaltete sich die Gabenbereitung, da Vertreter jeder Gemeinde, jedes Kindergartens und jeden Ortes christlichen Lebens etwas für sie Symbolhaftes oder Typisches zum Altar brachte. Auch die Kinder, die parallel zur Wortgottesfeier in einem Zelt eine getrennte Andacht hielten und hier eine eigene Kirche aus Schachteln hergestellt hatten, brachten diese nach vorn.

In seiner Predigt ging Erzbischof Heße auf den Satz des heutigen Evangeliums: „Wo bist du?“ ein. Auch wir alle müssen uns diese Frage stellen lassen. Er fragte aber auch, wo die 15.000 Pfarreimitglieder sind, von denen nur einige 100 erschienen sind. Später bemerkte jedoch der Platzwart, dass er froh sei, dass nicht alle gekommen sind, da er sonst ein logistisches Problem gehabt hätte.

Bestimmt konnte noch keine Pfarrei ihre Errichtung bei so schönem Wetter im Freien feiern, bestimmt hatte aber auch noch keine Pfarrei dabei den Festgottesdienst bei so hohen Temperaturen erlebt. Dadurch gehörten immer wieder zur Flasche greifende und wassertrinkende Gottesdienstbesucher schon fast zum gewohnten Bild; auch die Geistlichkeit, die im Altarzelt immerhin vor den sengenden Sonnenstrahlen geschützt war, blieb von der Notwendigkeit, Flüssigkeit zu sich zu nehmen, nicht ganz verschont. Ob wohl alle den Tag ohne Sonnenbrand überstanden haben?

Immerhin zogen gegen Ende der Messe Wolken auf, was für die weitere Feier für etwas niedrigere Temperaturen und sogar teils frischen Wind sorgte. Endlich konnten sich alle an gegrillter Wurst mit Salaten, Kaffee und Kuchen, Popcorn oder Zuckerwatte sowie gekühlten Getränken laben.

Festakt

Um 14:30 Uhr ging es mit einem Festprogramm weiter. Kaplan Weber, der an diesem Tage seinen 55. Geburtstag feiern durfte, wurde mit einem aus vielen Kehlen gesungenen Geburtstagsständchen sowie einer Erdbeertorte überrascht. Pfarrer Scieszka bekam von Frau Tenambergen eine Weinpflanze überreicht. Als äußeres Zeichen unseres Leitspruches „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ soll dieser Weinstock im Ahrensburger Pfarrgarten wachsen und hoffentlich einmal reiche Frucht bringen.

Die Musikgruppe Crescendo beglückte uns mit eigenen Liedern, es wurde gesungen und getanzt. Herrn Becker gelang es, auch den Erzbischof, Pfarrer Scieszka sowie Kaplan Weber zum Mittanzen zu bewegen, was diesen mehr oder weniger gut gelang.

Bevor dieser schöne Tag mit einer kurzen Andacht und dem Segen endete, wurde den fleißigen Helfern des Festausschusses für ihren großen Einsatz sowie den bisherigen Pfarrern und jetzigen Pastoren Grodecki und Gouèn für ihre Bemühungen um ein gutes Gelingen und Zusammenwachsen der neuen Pfarrei gedankt.

Nach dem Motto „Viele Hände bereiten ein rasches Ende“ konnten schon zwei Stunden später die letzten Helfer ihre Utensilien einpacken und nach Hause fahren.

Text und Fotos: Liebau/Pult

Grußworte:

Frauke Eiben, Pröpstin Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg

Katholische Kirche im Pastoralen Raum Stormarn-Lauenburg Nord